geb. um 1200 in Lauingen a.d.Donau
gest. 15.11.1280 in Köln

Naturforscher, Philosoph und Theologe; der bedeutenste Universalgelehrte (Ehrentitel: doctor universalis) des Mittelalters studierte in Padua, war seit 1223 (oder 1229) Dominikaner und wurde 1246 Magister der Theologie. Er lehrte an verschiedenen deutschen Ordensschulen, von 1244-48 an der Universität von Paris; von 1248-54 leitete er das neugegründete Generalstudium in Köln, wo u.a. Thomas von Aquin und Ulrich von Straßburg zu seinen Schülern zählten. Anschließend war er bis 1257 Provinzial der deutschen Ordensprovinz und von 1260-62 Bischof in Regensburg. Nach Aufenthalten in Würzburg und Straßburg kehrte er 1270 nach Köln zurück und führte seitdem ein Leben zwischen Wissenschaft und öffentlichen Angelegenheiten. so trat er z.B. auf dem Konzil von Lyon (1274) für die päpstliche Anerkennung Rudolfs I. von Habsburg als deutscher König ein. Albertus Magnus wurde 1622 durch Gregor XV. selig und 1931 durch Pius XI. heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben. Albertus Magnus ist zu verdanken, daß der Aristotelismus zum Durchbruch gelangte, indem er durch umfängliche Texterklärungen und Paraphrasierungen die aristotelischen Schriften kommentierte und besonders die Vereinbarkeit der Naturphilosophie mit dem christlichem Glauben zu beweisen und untermauern suchte. Seine Forschungen - und für die damalige Zeit ungewöhnlichen naturwissenschaftlichen Kenntnisse - verschafften ihm aber auch den fragwürdigen Ruf eines Alchimisten und Zauberers. Albertus Magnus gilt als Patron der Theologen und Wissenschaftler, Studenten und Bergleute. Heiliger (Tag: 15.11.).